Testen und Experimentieren: Folge 1 – die Zukunft der Wärme- und Energieversorgung

Shownotes

Mit dieser Folge startet unsere 2. Staffel, die „Testen und Experimentieren“ an den Zukunftsorten beleuchtet. In Folge 1 tauchen wir tief in die Zukunft der urbanen Wärmeversorgung ein. Gemeinsam mit Mascha Richter, Bereichsleiterin Transformation von Energiesystemen am Reiner-Lemoine-Institut, und Stefanie Dedeyne, Projektleiterin des Reallabors „GeoSpeicher Berlin“, sprechen wir über Deutschlands größten saisonalen Wärmespeicher und sein Potenzial, fossile Wärmequellen zu verdrängen. Wir diskutieren, wie digitale Zwillinge und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Wandel hin zu einem klimaneutralen Stadtquartier ermöglichen. Dabei sprechen wir über Herausforderungen, regulatorische Hürden und die Skalierbarkeit innovativer Lösungen für ganz Berlin. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie wir gemeinsam die Energiewende anpacken – mit Mut, Technik und Teamgeist!

BTB Energie GmbH https://www.btb.de/

Geospeicher Berlin https://www.btb.de/unternehmen/projekte/geospeicher-berlin/

GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum https://www.gfz-potsdam.de/

Technische Universität Dresden https://tu-dresden.de/

Rainer Lemoine Institut https://www.reiner-lemoine-institut.de/

Rescue Energy https://www.reiner-lemoine-institut.de/projekte/rescue-energy/

Transform-R – Transformation Resilienter Quartiere https://www.transform-r.de/

WISTA Management GmbH https://www.wista.de/

Adlershof – Wissenschafts- und Technologiepark Berlin https://www.adlershof.de/

Geothermie-Beschleunigungsgesetz https://www.bmuv.de/GEG

Redaktion: Geschäftsstelle Zukunftsorte Berlin

Produktion: Anton Nachtwey

Grafik: kakoii GmbH

Mehr über die Zukunftsorte Berlin: https://zukunftsorte.berlin

Die Geschäftsstelle Zukunftsorte wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

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00:00:00: Zukunftsorte Berlin. Der Podcast mit Marlene Dietrich und Steffen Tavern. Hier lernt ihr die Menschen kennen, die an den Berliner Zukunftsorten die Zukunft von morgen schon heute machen. Willkommen zur Zukunftsorte Berlin. Der Podcast, in dem wir mit Menschen sprechen, die heute schon die Zukunft von morgen gestalten. In Staffel zwei dreht sich alles um Testen und Experimentieren und in der ersten Folge steigen wir ein in die Themen Energiewende und Wärme Versorgung in Berlin.

00:00:27: Und dafür haben wir uns heute zwei Expertinnen eingeladen. Zum einen Mascha Richter. Du bist Bereichsleiterin der Transformation von Energiesysteme in einem Rainer Lehmann Institut in Adlershof und Stefanie Deine. Du bist auch in Adlershof und du bist Projektleiterin für den Geospeicher Berlin und wir haben mit dir starten wir. Und die erste Frage an dich wäre Wie genau funktioniert denn so ein Biospeicher?

00:00:53: Was ist das genau? Der Geo Speicher Berlin ist ein eigenes Wort von dem Projekt Reallabor. Was wir machen als DTB Energy GmbH in Berlin Adlershof gemeinsam mit unserem Verbundpartnern am Zentrum für forschung und der TU Dresden. Und wir wollen gerne ein saisonalen Wärmespeicher in Berlin errichten. Als Aquifer, Wärmespeicher und den in unser Fernwärmenetz einbinden. Genau, und da sind wir schon bei dem Thema.

00:01:28: Aber vielleicht ganz kurz noch was zum DTB sagen, damit alles klar wird. Warum hat denn die bpb überhaupt ein Interesse? Was macht denn bitte, während sie BTW ist Energieversorger in Berlin? Wir betreiben ein Fernwärmenetz in Berlin, Adlershof, Schöneweide und natürlich auch dezentrale Energieversorgung Anlagen also versorgen auch Quartiere und als Fernwärme Versorger haben wir natürlich großes Interesse daran, Wärme auch zu verschieben.

00:02:03: Nämlich dann, wenn erneuerbare CO2 arme Wärmequellen zur Verfügung stehen, was ganzjährig oder auch im Sommer der Fall ist. Wenn wir aber wenig bedarf im Netz haben, in den Winter in die heiße Sommer verschieben und dafür brauchen wir saisonale Wärmesspeicher. Und wer ist an dem Kongress beteiligt? Das ist nachgebildet und wir sind Partner. Die BTW ist Investor in die Energieanlage in diesem Projekt.

00:02:36: Geowissenschaftlich wird das Projekt seit Helmholtz Zentrum für Geothermie begleitet und die TU Dresden begleitet die Simulation Obertägige Anlagen in dem Projekt. Und du als Projektleiterin Worum kümmerst du dich?

00:02:56: Ich kümmere mich darum, einen Gesamtüberblick über das Projekt zu haben, weil es eigentlich aus drei Teilprojekten besteht. Das ist einerseits das Untertägige, also die Bohrungen und der Thermalwasser Kreislauf, dann das Obertägiger, die Heizzentrale selber und natürlich die Integration ins Fernwärmenetz. Also energiewirtschaftlich hydraulisch, elektrisch in eine Bestandsanlage, Da wir uns ja hier im urbanen Raum befinden. Vorstellen, das ist jetzt gar nicht so einfach umzusetzen.

00:03:34: Oh, wo steht ihr denn da jetzt in dem Projekt? Also ist das alles schon funktionsfähig und kann man da auch schon Ergebnisse sehen? Also Aquifer Wärmespeicher gibt es schon weltweit. Es gibt sogar ein in Berlin unter dem Parlamentsbauten aus den 90er Jahren, jedoch in kleinerer Dimension als das, was wir planen. Wir befinden uns derzeit aber in der Planung und in der Genehmigungs.

00:04:04: Wir sind mit den Bohrungen, die dafür notwendig sind, in der Genehmigungsphase und hoffen, dass wir in den nächsten Wochen alle Genehmigungen vorliegen haben und dieses Jahr noch mit den Bohrungen starten können. Abgeschlossen werden soll das Projekt bis 2028. Okay, aber das ist ja durchaus ein komplexes Thema. Es sind mehrere Jahre dauern, wie man gehört hat. Die ersten Ergebnisse waren Wann ist es realistisch, dass wir auch erste Ergebnisse auch erfahren?

00:04:36: Funktioniert es? Ja am Ende? Was bringt es dann überhaupt? Wann rechnet er mit? Na also, das ist ja ein recht großes Projekt und hat auch eine Erkundungsbohrungen, die schon stattgefunden hat, als Vorgängerprojekt gehabt. Das war nicht unser Projekt, das war das Projekt vom Helmholtz Zentrum für Geoforschung, vom Vater. Die haben bei uns am Heizkraftwerk Standort in Adlershof eine Bohrung abgezweigt, bis 400 Meter tiefer, und haben dort untersucht, ob es diesen geologischen Horizont, den man als einen Aquifer, ob es den unter unserem Standort überhaupt gibt und ein Aquifer ist eine poröse Sandstein.

00:05:31: Es ist also Sandstein, der vor mehreren 100 Millionen Jahren entstanden ist und damit man ihn als Wärmespeicher nutzen kann. Er sollte der porös sein, also kleine Hohlräume haben. Und diese Hohlräume sollten auch miteinander verbunden sein. Er sollte auch permeabel sein. Und in dieser Sandsteinschicht sollte Wasser vorhanden sein. Und genau das wurde unter Adlershof gefunden. Also ein geeigneter geologischer Horizont, den man als Speicherschicht nutzen kann.

00:06:08: Und zusätzlich ist dieser diese Sandsteinschicht nach oben und unten durch undurchlässige Schichten begrenzt, sodass das Wasser, was ich dort fördere und einbringe, nicht nach oben und unten im Becken läuft. Sozusagen. Also an einen Aquifer Speicher kann man sich so vorstellen, dass man zwei Bohrungen hat und eine Bohrung nutzt man in den Sommermonaten dazu, dass man das Wasser, was dort unten.

00:06:42: Vorhanden ist, fördert. Nach oben dort oben täglich erwärmt und dann in die andere Bohrung den ganzen Sommer über einbringt, nämlich dort warmes Wasser. Dann hat man sozusagen eine kalte Bohrung und eine warme Bohrung und den Sommer über fördert man das warme Wasser. Das kalte Wasser hoch erwärmt das und bringt das warme Wasser unten ein, speichert das. Und im Winter, wenn man die Wärme benötigt, dreht man den Prozess um und holt das warme Wasser wieder raus, überträgt die Wärme an Fernwärmenetz und das ausgeklügelte Wasser bringt man wieder in den Untergrund.

00:07:20: In die zweite. Woran?

00:07:23: Wenn es von zu Hause aus da wird, einmal am Tag mit warmem Wasser gemacht, vielleicht auch mehrmals, dann ist das in so einem Wasserspeicher drin. Aber bei euch ist es dann monatelang da unten drin. Bleibt das dann da warm, oder Ich kann mir das nämlich gar nicht so vorstellen. Genau das, was wir typischerweise kennen. Auch in der Energieversorgung sind kurzfristige Speicher, also Tages oder Wochenspeicher, die in solchen Tanks, ähm, da wird die Wärme dort im Wasser gespeichert.

00:07:57: Bei einem saisonalen Speicher brauch man Unmengen an Wasser, damit man viel Wärme speichern kann. Und wenn man das oberirdisch realisieren möchte. Das funktioniert auch durch Erdbecken Speicher zum Beispiel brauch man sehr viel Platz und das haben wir aber in der Stadt nicht. Und deshalb wollen wir den Untergrund als Speicher nutzen und das Gestein aber auch als als Speichermedium nutzen, weil das ist ja auch dort vorhanden und das Geschäft geht halt in ihre Erkundungsbohrungen.

00:08:33: Rausgefunden, dass dort Temperaturen von ungefähr 20 Grad zwischen diesen 360 und 400 Meter Tiefe herrschen. Und dieses Wasser wollen wir in unserem Projekt auf bis zu 95 Grad erwärmen und dann dort warm einspeichern. Und wenn wir das ausspeichern, dann bekommen wir am Anfang auch noch die gespeicherte Temperatur zurück. Aber da das Wasser die Wärme ja auch an das Gestein abgibt, gibt oder sinkt die Temperatur im Laufe der Ausspeicherung und das ist auch genau der Grund, weshalb wir diese Wärme nicht einfach direkt in unser Fernwärmenetz einspeichern einspeisen können übertragen können, weil wir dort recht hohe Temperaturen benötigen, um die Wärme bis zu unseren Kunden und Kundinnen zu bekommen.

00:09:27: Das heißt, wir werden diesen aktiv der Wärmespeicher mithilfe eines Wärmepumpen Systems in unser Wärme im Netz integrieren, so dass wir die Vorlauftemperaturen, die wir für das Netz benötigen, erzeugen können. Auch wenn die Temperatur im Speicher über die Aussprechensperiode sinkt und gleichzeitig wollen wir mit diesem Wärmepumpen System erreichen, dass wir das Thermalwasser, also das Wasser aus dem Untergrund, so weit auskühlen, dass es wieder Gesteinstemperatur hat, also um die 20 Grad.

00:10:02: Und wer sozusagen keine Wärmeverluste auf der in der kalten Bohrung haben. Und ist das jetzt Zufall, dass ihr das im Technologiepark Adlershof macht? Oder? Oder soll das da gleich dann auch abgenommen werden? Also ist es wichtig, dass die Unternehmen vor Ort darauf die Wärme bzw Kälte dann nutzen? Oder ist das eigentlich egal wo wo man das macht? Also einerseits machen wir das dort, weil wir unser Fernwärmenetz im Bereich Adlershof Schöneweide haben und natürlich auch Heizkraftwerk.

00:10:37: Also wir erzeugen Wärme und Strom vor Ort und möchten diese Wärme nutzen, um die Einzelspeichern und und. Die Kunden befinden sich auch in diesem Bereich und können dann die Wärme im Winter dann auch wieder abnehmen. Und Kunden sind dann auch unter anderen, die wir unternehmen, welche die ganz genau können. Letzte Frage Ist das jetzt ein Tropfen auf den heißen Stein oder Oder ist das richtig groß, was ihr da macht?

00:11:06: Also der Karsten. Einen großen Teil der Wärme Kälte werden schon ab. Also beide einerseits wenn das alles zur erfolgt, wie wir das geplant haben, wollen wir bis zu 30.000 Megawattstunden dort speichern. Also es ist damit Deutschlands größter Wärmespeicher. Andererseits versteht es nur einen Teil der Wärme von dem vom Sommer sozusagen in den Winter und verdrängt damit ansonsten fossil erzeugte Wärme.

00:11:47: Heißt Wenn wir mit dem Projekt erfolgreich sind, werden wir natürlich weitere Wärmespeicher nutzen wollen. Weitere Bohrungen durchführen wollen. Denn erneuerbare Wärmequellen oder auch Wärmequellen werden ganzjährig zur Verfügung stehen oder haben das ja ihre höchste Wärmeerzeugung auch im Sommer und wir benötigen die Wärme aber im Winter? Deshalb genau beides. Also sowohl Deutschlands größter Wärmespeicher als auch nur ein kleiner Teil der Wärme unseres Lebens kann verschoben werden.

00:12:26: Erst mal aber wenn es erfolgreich ist, auch skalierbar und woanders auch umsetzen. Ganz genau. Dafür ist aber notwendig, dass die geologischen Voraussetzungen an den anderen Standorten auch vorhanden sind. Genau das bekommen wir gleich von der Wärmeversorgung zur Energiewende. Also das Große will man ja so, aber was für Energie? Was genau macht denn euer Projekt und wie hängt das meiste mit dem Geospeicher zusammen?

00:12:56: Ja, danke. Rescue Energy ist ein Projekt, das sich mit der Klima resilienten, CO2 neutralen Energieversorgung von genau diesem Standort Adlershof beschäftigt. Eher auf einem theoretischen Niveau. Wir haben. Wir bauen nicht wirklich was, sondern wir schauen uns eben die heutige Energieversorgung dieses Standorts an, sowohl die Versorgung als auch die Stromversorgung und untersuchen, wie man die transformieren kann hin zu einer emissionsfreien Energieversorgung.

00:13:28: Die aber gleichzeitig den veränderten Rahmenbedingungen, die wir durch Klimawandel haben, genügen wird. Das heißt, wir werden eine größere Hitze an diesem Standort haben, mit Perioden, vielleicht auch mehr. Da kriegen Ereignisse Wetterereignisse in der Intensität, wie wir sie bisher nicht kennen und auch nicht in der Häufigkeit haben. Und darauf muss sich dieser Standort vorbereiten. Und diese Vorbereitung geht sicherlich auch mit anderen Anforderungen an die Energieversorgung einher.

00:13:57: Und das Spannende an einem Projekt Wie schaut ihr euch das an? Simuliert quasi verschiedene Szenarien, was in Zukunft genau wann, wie, wie warm wird bei uns? Wie verändert das Wetter sich? Verändern sich ganze Gegebenheiten eben auch durch neue Wärmeversorger? Wie macht ihr das genau? Ja, genau. Also wie machen wir das? Wir arbeiten da in einem Konsortium zusammen, auch mit einem Partnerprojekt, das sich Transform Rescue nennt, zusammen, in dem Klimaforscher sich damit beschäftigen.

00:14:27: Wie verändert sich das lokale Klima in Adlershof tatsächlich im globalen Klimawandel? Denn was kommen damit für Anforderungen an diesen Standort? Wo gibt es in Zukunft so Hotspot Hitze ähm, Orte, an denen man sich aufhalten möchte? Vielleicht? Und wie kann man dem entgegenwirken? Durch passive Kühlung, Vielleicht auch durch aktive Kühlung in Zukunft? Das kommt alles aus dem Partner Projekt und wir gucken uns dann an, okay, wie ist dieser Standort heute?

00:14:55: Was hat der Film? Energiebedarf, den Wärmebedarf, den Strombedarf? Wie wird er sich in Zukunft entwickeln? Sowohl durch diese äußeren Veränderungen als auch durch Zubau? Der Standort erwartet noch ja signifikanten Zubau an Gebäuden und eine Nachverdichtung gekoppelt mit dem entsprechenden Energiebedarf. Dann diese ganzen Daten erheben wir entwickeln quasi mögliche Szenarien, wie sich dieser Standort entwickeln kann und wie sich dann der Energiebedarf entwickelt, wie die neuen Gebäude aussehen werden, was sie für einen Bedarf haben werden und das alles packen wir dann als Eingangsdaten in eine Energiesystem Modellierung, die wir bei unserem Institut durchführen und schauen uns eben an, genau wie die Energieversorgung heute.

00:15:38: Wie könnte sie dann in fünf Jahren sein, in zehn Jahren? Und wie kann und muss sie im Prinzip aussehen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen? 20 45 emissionsfreie Energieversorgung dort zu haben? Genau. Sie baut einen digitalen Energy Zwilling von Adlershof. Kurz gesagt sehr vereinfacht gesagt. Ja, kann man so es gibt in die Richtung sozusagen es ist ein Teil von einem digitalen Zwilling, weil der Standort Adlershof Wissenschafts und Technologiepark hat bereits einen digitalen Zwilling, der im also bei der Wüste angelegt ist, die da den Standort betreibt.

00:16:17: Als.

00:16:20: Management. Und in diesem digitalen Zwilling, das den muss man sich ja so vorstellen wie so ein Abbild von einem Quartier, also in dem Fall von Wissenschaft und Technologiepark, in dem jedes Gebäude abgebildet ist, mit all seinen Bedarfen und Eigenheiten. Welchen Energiebedarf hat dieses Gebäude? Aber auch, Wie wird es genutzt? Wie viele Menschen halten sich da tagsüber auf? Was für eine Nutzungsform hat dieses Gebäude?

00:16:46: Was für eine hausinterne Technik? Eine technische Gebäudeausrüstung hat dieses Haus. Wie alt ist es? Was sind dafür Materialien verbaut? Fenster. Also wirklich im. Alle Information über dieses Gebäude enthält und wir liefern quasi diesen digitalen Zwilling, der auch noch ein bisschen in der Entwicklung ist. Da ist jetzt noch gar nicht jedes Gebäude am Standort abgebildet, sondern erst mal so ein Grundstock an Gebäuden.

00:17:11: Und der wächst jetzt auch in diesen Projekten langsam weiter. Es werden immer mehr Teile von diesem Standort, in diesem Abbild, in diesem Digitalen erfasst und wir liefern dann im Prinzip dazu. Äh, so ist also die Energieversorgung heute kann quasi so in Wechselwirkung zwischen dem zwischen den Daten des digitalen Zwillings und unserem Energiesystem Modell geschaffen werden. Aber der Blick in die Zukunft bei der Energieversorgung kommt eben durch und wir füttern dann diesen digitalen Zwilling damit, dass wir sagen Na ja, wenn wir in fünf Jahren dieses Ziel erreicht haben wollen und mit zehn Jahren den nächsten Schritt gegangen sein wollen, dann bedeutet das aber auch, dass diese Gebäude nur noch diesen oder jenen Energiebedarf haben dürfen, der

00:17:53: energetisch saniert werden müssen oder das dann auch in signifikanten Ausmaß dann Solarzellen da auf die Dächer installiert sein, auf den Dächern installiert sein müssen. Also was sind denn erforderliche Maßnahmen, um dieses Gesamtsystem Ziel zu erreichen für die einzelnen Gebäude? Und das liefern wir aus dem Energiesystem Modell in den Zwillingen. Und der Zwilling, der digitale kann im Prinzip antworten Ja, aber Moment mal, dieser Gebäudeeigentümer, der hat ja was ganz anderes geplant.

00:18:19: Zum Beispiel Das wäre dann was, was früh auffallen würde jetzt durch dieses Projekt und was total hilfreich ist, weil das eben dann dazu führt, dass gemeinschaftlich in die richtige Richtung gegangen wird und nicht dann der eine Gebäudebesitzer sagt Na, hätte ich das jetzt mal gewusst, hätte ich vor zwei Jahren nicht diese oder jene Investition getätigt, sondern hätte mich da an dem großen Gesamtbild beteiligt.

00:18:44: Sie gibt dann vor allem auch solche Empfehlungen, damit man ein Zukunftsbild eines möglichst klima oder resistenten Standorts erreicht. Genau. Wann sind so die? Wo steht der jetzt? Also wann sind die ersten ganz klaren Empfehlungen, die ihr dann geben könnt? Wann sind da Ergebnisse sichtbar? Im weitesten Sinne? Ja, das ist eine gute Frage. Also wir sind jetzt im ersten Projekt, ja oder gerade zu Ende gegangen.

00:19:08: Das erste Projekt, das zweite hat angefangen und es läuft jetzt noch anderthalb Jahre. Das heißt, ich würde sagen, mit den ersten Ergebnissen, die ja dann das Abbild von heute sind, die vielleicht gar nicht so spannend sind, weil dann die Städte, die die Unternehmen am Standort sagen, ja, das weiß ich selber, wie meine Wirtschaft heute ist. Aber wir müssen das Abbild ja erst mal schaffen, dass bis Ende dieses Jahres erwartet und dann die Ergebnisse für die Zukunftsszenarien würde ich ja im Laufe von 20 27 erwarten.

00:19:40: Ist ja schon sehr bald. Was findest du denn persönlich am aller spannendsten an dem Projekt und an deiner Arbeit? Also an dem Projekt sind wir am aller spannenden. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit eben mit diesen Klimatologen von der TU Berlin und aber auch mit Stadt und Gebäudeentwicklern von der TU Berlin. Die, die sich aus ihrer Perspektive eben angucken Wie muss sich so ein Standort verändern, um dem Klimawandel gewachsen zu sein und diese Anforderung dann sozusagen an meine Disziplin, an die Energieversorgung also, die dann sozusagen sich ja auch verändert, das finde ich total spannend.

00:20:18: Aspekt dieses Projektes und eben auch diese Vorausschau machen zu können, bevor es zu Konflikten kommt. Also ein Beispiel wir jetzt. Wir haben auch Partner in dem Projekt, die sich mit blaugrüner Infrastruktur beschäftigen und die dann sagen Ja, hier ist ganz wichtig, das ist auch mehr Grün in dem Standort, wir müssen ihn siegeln. Wir brauchen auch für Starkregen Ereignisse, Orte, wo dieses Wasser hin kann.

00:20:41: Wir brauchen grün Dächer, damit die Gebäude ganz heiß werden. Und dann sage ich Ja, wir brauchen Solarzellen auf dem Dach. Und dann hat man im Prinzip eine Nutzungskonkurrenz im ersten Moment. Könnte sein. Und quasi wie geht man mit dieser Flächenfrage, die ja in der Stadt an allen Ecken und Enden immer wieder auftaucht? Wir haben, finde ich, doch die taucht auch in diesem Projekt auf und eben an für mich teilweise auch neuen Stellen oder interessanten Stellen.

00:21:04: Aber diese Dachnutzung kann man dann vielleicht auch im grünen Dach machen, mit Solar drauf. Und das kann sogar einen Synergieeffekt haben, weil die Verschattung von den herangeänderten Solaranlagen ist irgendwie auch hilfreich für die Dachbegrünung, die dann nicht den ganzen Tag der direkten Sonne ausgesetzt ist. Also genau gibt es solche Synergien oder wie? Die nutzen wir auch die Fassaden von den Gebäuden, Da kann man dann verfahren PV draus machen.

00:21:28: Das wäre dann so für meine Idee und die Partner mit der Blau Grün Infrastruktur sagen ja, wir können auch verkleidet Begrünung machen. Das ist für mich so gut kombinieren. Da geht es dann eher darum, welche Fassade wird die genutzt, um für den Gesamtstandort eine gute Lösung zu erzielen. Genau das sind so also simulierte, einfach so, dass es so welche waren.

00:21:48: Muss jetzt grün sein, nicht jetzt Solarzellen, weil das halt nicht die beste Lösung ist. Und wissen dann die Daten aus dem GEO Speicher auch quasi gleich direkt mit ein in eure Simulation? Also ich hoffe, dass wir mal sagen, also es gibt in jedem Fall die Versorgungsdaten der PTB mit ein, die ja auch Partner in dem Projekt Risiko ist und mit denen wir da ganz eng zusammenarbeiten, weil ja auch die Betriebe selber ihre eigenen Dekarbonisierung Pläne für ihre Erzeugung hat.

00:22:12: Und das spielt natürlich maßgeblich in die Energieversorgung von diesem Standort rein, weil dann beim Großteil der Wärme Versorgung schon gedeckt ist oder die Frage, wie das passieren kann, beantwortet wird, was da jetzt arbeitet. Wir an einem Projekt in Adlershof, also Adlershof sozusagen als Reallabor. Ihr sitzt aber immer mit dem Rainer Lehmann Institut, das Vorteile als Map ist, unabhängig von einem konkreten Projekt.

00:22:39: Bei Warum habt ihr den Standort gewählt?

00:22:43: Dann haben wir das dann so gewählt. Also genau gesagt mal in Schöneweide, einem bei der hatte wir in der Nähe ursprünglich, also kurz nach der Gründung und auch die ersten Jahre und dann ist das Institut aber zu groß geworden für die Räumlichkeiten da und das hochgegangen und für ein Forschungsinstitut ist das ein attraktiver Standort. Also es gibt eben viele andere Forschungseinrichtungen.

00:23:00: Es gibt im Thema Energie ist da präsent, es gibt auch die Vista als Betreiber dieses Standorts, die irgendwie als auch so eine Vernetzungsfunktion hat, von der wir profitieren, würde ich sagen. Wenn man kommt niederschwellig, im Austausch, in Austausch mit anderen, ja, mit potenziellen Partnern, mit anderen Forschungseinrichtungen, mit Akteuren aus der Wirtschaft oder aus der Energieversorgung. Genau. Aber wir mit dem DLR zum Beispiel auch zusammen.

00:23:30: Oder ist das gerade eine ganz andere Baustelle? Also wir arbeiten auch mit mehreren DLR zusammen, aber tatsächlich derzeit nicht mit dem, was in Adlershof ansässig ist. Ihr, ihr habt irgendwann Ergebnisse. Natürlich haben wir gehört von den Real Labor Projekten und die sollen ja auch geteilt werden. Also Real Labor haben wir auch in Berlin den Anspruch, dass es auch Projekte sind, die skaliert werden sollen, die andernorts auch Anwendung finden sollen.

00:23:57: Was ich verantworten möchte als erstes aber wo? Wo könnte man denn solche Ergebnisse zum Beispiel auch noch ansehen? Denke da schon mal konkret darüber nach, was war und das meine. Gibt es da konkrete Orte wie jetzt andernorts in Berlin auch Möglichkeiten geben? Wie skaliert man das Ganze ja doch so gut? Also zum Beispiel in dem Projekt geändert Wie adressieren wir dieses Thema so, dass wir also auch mitdenken, andere Quartiere, wenn dieselben Probleme und Herausforderungen haben?

00:24:29: Und wie kann man das, was wir jetzt auch an Strukturen und Methoden erarbeiten, um sich so eine Zukunft zu schaffen als Quartier, Wie kann man die so gestalten, dass sie einfach nutzbar und übertragbar sind auf andere Quartiere? Und wir machen das zum Beispiel dadurch, dass unsere Modellierungen sind alle Open Source, das heißt, andere können diese Modelle dann benutzen, auf ihre Standorte anpassen.

00:24:53: Wenn da jetzt irgendwie an Kompetenz oder Expertise dann irgendwie an dem Standort mangelt oder es nicht vorhanden ist, dann sind wir natürlich auch irgendwie offen und unsere eigenen Modelle selber auf diesen Standort zu übertragen. Aber prinzipiell sind die erstmal verfügbar für jeden und jede. Wir veröffentlichen dann als wissenschaftliches Forschungsinstitut eben diese Ergebnisse auch in entsprechenden Paper und wissenschaftlichen.

00:25:22: Plattformen in Magazinen, um quasi anderen Wissenschaftlerinnen Möglichkeit zu geben zu sagen Eier, das ist, das nehme ich darauf baue ich auf, dass wenn ich auf einen anderen Standort an haben aber auch immer ja suchen sind immer sehr, sehr großen Wert darauf, dass wir auch noch mal Kommunikationswege nutzen, die es auch nicht Wissenschaftler dann ermöglicht, diese Erkenntnisse, die wir da gefunden haben, ja in Form von Leitfäden oder ähnlichem zu nutzen und zu übertragen.

00:25:53: In dem Projekt wird es sicherlich so was geben wie so eine Beschreibung. Das ist der Standort, das sind auch die Eigenschaften. Aber wie haben wir denn rausgefunden, was sind die wichtigen Eigenschaften, an denen man dann auch im Leben Veränderungen vornehmen muss oder so Dieses Szenario, dass andere Standorte sich das nehmen können, sein können. Was bin ich für den Standort habe ich viel Unternehmen oder habe ich eher sehr viel Wohnen oder Quartier wie in Adlershof?

00:26:21: Im. Was sind denn meine großen Energieverbrauch Verbraucher? Wie sind die meine Gebäudestruktur? Muss ich einen Fokus auf Gebäudesanierung legen oder bin ich ein sehr, sehr neues Quartier, was vielleicht einen sehr guten Gebäudestandard hat? Und muss man vielleicht eher gucken, wohin mit meiner Abwärme, weil ich vielleicht viele Verbraucher, die viel Abwärme erzeugen und damit ja auch irgendwie auf den Standort einwirken.

00:26:46: Also genau das bereiten wir entsprechend auf. Das heißt, wenn ich jetzt Quartier bin, wo ich, egal ob in Berlin oder oder nicht. Ihr, ihr habt es Expertise aufgebaut, baut weiter Expertise auf und man kann die natürlich dann auch für weitere Leute, dann für sein eigenes Quartier dann auch nutzen. Bei der bei der Mitte ist ja ein bisschen anders.

00:27:06: Wir seid ja auf aus Berlin beschränkt, glaube ich. Genau von der Energieversorgung sind wir auf Berlin beschränkt. Aber das Realabor Geo Sprecher in Berlin ist ja auch ein vom BMW gefördertes oder gefördertes Projekt. Und damit sind wir auch verpflichtet und die Ergebnisse zu teilen und haben natürlich auch die eigene Motivation, die Ergebnisse zu teilen. Weil saisonale Speicher nicht nur für uns als Fernwärme Netzbetreiber sinnvoll sind, sondern für alle Fernwärmenetz Betreiber.

00:27:38: Und übertragbar ist es vor allem in norddeutschem Becken, also Nordostdeutschland, wo es ähnliche geologischer Strukturen gibt. Und wir haben auch schon Anfragen von anderen Stadtwerken, die in oder auch anderen Unternehmen, wo wir vorstellen, was wir machen, wie wir sind, welche Herausforderungen wir haben und was beachtet werden muss, damit auch die oft Energieversorgungsunternehmen auch sehr Wärmespeicher errichten können und in ihre Netze oder Quartiere einbinden können.

00:28:15: Genau das sehen wir schon, da unsere Ergebnisse und unsere Vorgehensweise zu kommunizieren. Ja, jetzt könne ja Real aber Projekte auch mit sich bringen, dass es regulatorische Hürden gibt, das gibt es bei euch regulatorische Hürden arbeitet ja auch mit Experimentierklausel. Also ein Sinn solcher Laborprojekte. Kann ja sein, dass man regulatorisch, die vielleicht hinderlich ist, auch verändert und möglicherweise dann auch in anderen Bundesländern dann eben anpasst, so dass dann solche Projekte einfacher umsetzbar sind.

00:28:52: Ist bei euch auch ein Thema, wo das rechtlich unkritisch geht, eigentlich nur ums technische Nehmen? Wir brauchen Genehmigungen sowohl für die Heizzentrale, aber vor allen Dingen auch für die Bohrungen. Und als wir mit dem Projekt gestartet sind 20 22, haben wir das bergrechtliche Genehmigungsverfahren gestartet, in dem wir auch heute noch sind, was mehrere Stufen, wo wir mehrere Stufen durchlaufen, die für Berlin auch gerade getestet werden.

00:29:29: Also in Berlin haben wir zum Beispiel gar kein Bergkamen, da ist es sehr, ganz konfus, für uns zuständig. Es gab aber jetzt im Laufe der Jahre das Geothermiebeschleunigungsgesetz, wo wieder Änderungen am vollzogen worden sind, so dass wir mit der Bohrung bis jetzt bis 400 Meter geht. Oder die Grenze wurde jetzt von 100 auf 400 Meter verschoben. Was unterm Bergrecht fällt und was nicht.

00:30:03: Unter Bergrecht. Jetzt sind wir aber in einem laufenden Genehmigungsverfahren, sodass wir höchstwahrscheinlich weiterhin unter Bergrecht fallen, aber andere Projekte das dann einfach regulatorisch anders handhaben müssen oder auch können. Das kann ja auch von Vorteil sein. Genau. Und Experimentierklauseln benutzen wir derzeit noch nicht in dem Projekt. Also wenn dieses Projekt gerade noch nicht relevant, was gibt es Voice eigentlich auch regulatorische Herausforderung oder sonst alles beim Der Gesetzgeber ermöglicht uns das und dann müssen wir gar nicht darauf schauen.

00:30:47: Also da wir theoretisch arbeiten, haben wir nicht so zwang Kontaktpunkte mit der regulatorisch schwierig sein wie jetzt hier bei dem bei Genehmigungen zum Beispiel Baugenehmigung. Was wir halt haben, ist, dass wir die regulatorisch wie zum Beispiel Strom vergütet wird oder wie Einspeisestrom Einspeisung geregelt ist. Wenn man jetzt eigene Solarzellen auf dem Dach hat oder sich einen Batteriespeicher als Gebäude in den Keller stellt, wie solche Sachen vergütet werden und geregelt sind, das fließt in unsere Energiesystem Modellierung ein und hat eben einen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von verschiedenen Technologien.

00:31:30: Und da identifizieren wir auch immer mal wieder das jetzt gar nicht spezifisch beim Rescue Energy Projekt, sondern generell bei Projekten, dass ja bestimmte Regulatorisch oder Abrechnungsform oder Besteuerung auch ein Hemmschuh sein können für Technologien, die jetzt wir so insgesamt systemisch betrachten. Ich ein total sinnvoller Baustein wären, aber die dann vielleicht für den Betreiber nicht wirtschaftlich darstellbar wären.

00:31:57: Ihr beide steckt jetzt richtig tief drin in diesen ganzen Themen rund um Energiewende, Wärme, Versorgung und auch in der Nutzung eines Standorts. Wenn man jetzt mal von Adlershof auf die ganze Stadt blickt, auf Berlin als als Stadt, wo sind denn da die größten Herausforderungen für Berlin auf dem Weg zu einem klimaneutralen Standort? Als B2B haben wir ja nur ein kleines Fernwärmenetz von rund 180 Kilometern, also eher Wärme, Versorgung für eine Stadt in der Größe von Potsdam.

00:32:30: Jetzt gibt ja in Berlin auch noch einen größeren Fernwärmeversorger und die stehen natürlich auch vor den gleichen Herausforderungen wie wir. Und zwar CO2 arme oder CO2 freie Wärmequellen in ihr Netz einzubinden und damit die Stadt zu versorgen. Und ja, ich glaube, das ist im urbanen Raum einfach schwierig und wir müssen schauen, dass wir die Abwärme Quellen, die wir haben, auch nutzbar machen in Berlin.

00:33:06: Wir haben ja Rechenzentren, Klärwerke oder auch Gebäude, Klimatisierung, die wir nutzen können, die aber oft auf Temperatur Niveaus zur Verfügung stehen, die wir nicht direkt in einem Thema im Netz nutzen können, sodass wir vor allen Dingen Wärmepumpen als Technologie brauchen, um das Temperaturniveau anzuheben. Und das wiederum braucht Strom, erneuerbaren Strom. Und auch da besteht die Herausforderung, diesen erneuerbaren Strom in die Stadt zu bringen und die Anschlüsse für die Stromverbraucher die großen Stromverbraucher zur Verfügung zu stellen.

00:33:51: Wie viele Millionen Datensätze brauchen wir für diese ganzen Szenarien für ganz Berlin? Durch diese und sehr viele und vor allem auch und das ist, glaube ich, eine Herausforderung, die auch Berlin als größte Stadt Deutschlands und die vielen Akteure, die wir haben, Also weil wenn man sich kleinere Städte in Deutschland anguckt, dann hat man hier und da das Glück, dass es irgendwie einen Versorger gibt, also ganz viel Strom.

00:34:16: Und der Infrastrukturbetreiber für Strom und Wärme, am besten noch derselbe, vielleicht sogar noch das Gas Netz. Und dann gibt es ja quasi den einen großen Akteur, mit dem die Stadt sich auseinandersetzen muss, wie diese Transformation gestaltet werden. Und in Berlin ist genau das Gegenteil. Wir haben unglaublich viele Akteure. Die Infrastruktur wird ganz von verschiedensten Akteuren betrieben und dann auch wieder zwischen Stadt und den Bezirken.

00:34:36: Also es gibt einfach unglaublich viele Layer, die irgendwie zusammenspielen müssen, zusammenkommen müssen, um sich um diese Transformation zu ermöglichen. Und dann ist eben die Transformation der Energieversorgung von einer Stadt, die für nichts Flächen hat, im Prinzip also permanent Flächen Mangel hat, auch noch mal eine extra große Herausforderung, wenn man in einer kleineren Stadt war oder in dem ländlichen Raum und da findet eine Fläche für eine Anwendung.

00:35:05: Und dann gibt es aber irgendwie noch mal gleich zwei Flächen Konkurrenzen mindestens dazu, um. Das heißt, man muss unglaublich effizient mit diesen Flächen umgehen und eine sehr gute Abwägung machen. Also was ist jetzt wirklich der beste Einsatz von dieser Fläche, um dann in diesem integrierten Reigen aus Strom und Wärme Versorgung? Und wir brauchen aber auch wieder den Punkt für die Wärmeversorgung, das ja bestmöglich zu nutzen.

00:35:30: Dann vielleicht noch mal ganz kurz zu euch, die wie wir. Wie war denn euer Werdegang, dass ihr euch jetzt mit diesen Themen beschäftigt oder wie eure persönliche Laufbahn? Und was macht euch da wirklich am meisten Spaß? Das habe ich dazu motiviert, in diesem Themenfeld zu gehen. Ja, also ich arbeite seit ungefähr acht Jahren bei der BTW und habe dort die meiste Zeit Forschungsprojekte betreut, Also interessiere mich sehr für innovative Lösungen.

00:36:02: Und mein persönlicher Antrieb ist einfach auch ein Teil der Wärmewende oder der Energiewende zu sein in dem Unternehmen und das voranzutreiben, dass wir die Klimaziele.

00:36:17: Erreichen oder hoffentlich auch über erfüllen, um einfach eine Welt zu schaffen, die auch noch lebenswert ist. Ich bin auch Mutter von zwei Kindern, deshalb ist das auch so der Eigenantrieb für meine Kinder auch oder alle Kinder eine Welt zu schaffen wir noch lebenswert ist, das ganze so vielleicht ein letztes Mal hat und die Motivation das ist angesichts der vielen Herausforderungen, die wir haben was?

00:36:43: Ja, wie ist es bei der. Also ich habe tatsächlich mit der Motivation was dem Klimawandel was entgegenzusetzen oder ihm Einhalt zu gebieten, diese Studienwahl getroffen und habe diese in die Energieversorgung muss dringend transformiert werden, Also können wir nicht weitermachen. Als Menschheit habe dann Energie und Verfahrenstechnik studiert an der TU Berlin und bin eigentlich die ganze Zeit mit dieser Grundmotivation.

00:37:10: Diese in die Energieversorgung muss transformiert werden durch mein Berufsleben gegangen und habe dann auch lange bei einem Ingenieurbüro gearbeitet, was so Energieversorgungskonzepte gemacht hat, aber auch technische Planung von Versorgungsanlagen und dem Emissionshandel begleitet habe. Hat für verschiedene Großemittenten und war da sehr lange unterwegs und habe dann noch mal das Bedürfnis, ich möchte noch ein Stück mehr in die Zukunft schauen, als das, was jetzt quasi heute geplant wird und morgen umgesetzt wird, sondern eben auch nach übermorgen gucken dürfen.

00:37:46: Und das habe ich dann auch noch mal in die in die Forschung oder an Forschungsinstitut getrieben, wo ich ja jetzt auch arbeiten und eben auch jetzt schon seit acht Jahren auch nach übermorgen gucken darf. Und das freut mich sehr und ich muss sagen, also ich habe das Gefühl, dass das alles seit ja in der Rückschau schon an Fahrt aufgenommen hat.

00:38:06: Das Thema, die ist dran. Zumindest immer, wenn ich hier in einem Umfeld unterwegs war. Ich sehr viele Menschen arbeiten sehr stark daran, diese Transformation möglich zu machen. Man sieht Bewegung und das motiviert und das mich sehr. Und jetzt rückt eben auch dieses Nach Übermorgen gucken und das, was wir heute und morgen zu machen. Also heute Plan für morgen ist, gleicht sich immer mehr an den an das an, was ich immer als dieses Ah, das ist erst übermorgen gesehen habe.

00:38:36: Also das ist jetzt heute mehr dieser Geospeicher von der PTB und das freut mich sehr, dass übermorgen ist dann mir heute, wenn wir jetzt auf das Übermorgen so in zehn Jahren bis dahin kann man ja vielleicht schon nächsten 50 ist wahrscheinlich wie und was glaubt ihr was, was können wir da schon schaffen in Berlin oder als Standort in der Wärme und Energiewendeentwicklung?

00:38:58: Ja, ich gehe davon aus, dass dann ein Teil unserer Wärme Versorgung von Dekarbonisiertes, also dass mehr Anlagen in den Netzen sind, die dann eben für uns Wärmestrahlung stellen können, so dass da die Emissionen schon runtergegangen sind. Ich im. Also wir müssen auch die erneuerbare Stromversorgung weiter ausbauen. Das wird auch passieren in den nächsten zehn Jahren. Das heißt auch der Anteil an Emissionen im Strom wird niedriger sein.

00:39:25: Die anderen werden wahrscheinlich mehrheitlich mit dem wir leben. Sind das dann eher im Umland oder in anderen Bereichen Deutschlands? Genau. Aber wenn man auf die Energieversorgung guckt, dann haben wir die Emissionen sowohl in der Wärme als auch im Strom schon liegt bei gesenkt. Das wäre meine Vision. Geo Speicher haben wir dann schon. Ja, ich hoffe mehr als ein sehr erfolgreich und genau ich kann dem eigentlich nur zustimmen und ergänzen, dass wir hoffentlich in den nächsten zehn Jahren mit diesen Technologien, also zumindest jetzt für die Wärme und Grundversorgung schon viel gelernt haben und das auch effizienter gestalten können und Projekte auch schneller umsetzen können und muss zurzeit, weil wir immer bei diesen sehr, sehr schwierigen Herausforderungen

00:40:14: Thema wirklich Mut macht und wirklich zeigt, dass da richtig viel passiert und dass wir da auch was schaffen können als Mensch, auch mit der Technologie und mit den neuen Verfahren, die wir entwickeln. Ja, last but not least wir haben jetzt viel über Dekarbonisierung gesprochen, vielleicht das wichtigste Thema in der Energiewende. Es geht aber auch um Sicherheit und Energieversorgungssicherheit.

00:40:37: Wir hatten auch in Adlershof, wir waren wahrscheinlich auch betroffen, drei Tage lang Stromausfall. Ja, also das heißt, ihr habt wirklich auch selber erleben müssen, was das dann bedeutet. Energie muss auch trotzdem bezahlbar bleiben. Das heißt, wir, wir haben ja mehre Aufgaben, Dekarbonisierung, das Ganze muss bezahlbar sein und es muss sicher sein, steht das im Widerspruch zueinander oder geht eigentlich alles so auf dieses ja selbe Ziel jetzt hinaus in den Dingen, die wir machen?

00:41:07: Eure Einschätzung dazu, also Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit muss natürlich parallel gedacht werden. Es kreisen glaube ich aber unterschiedliche Maßnahmen, die dort umgesetzt werden müssen. Ob ich jetzt Versorgungssicherheit gewährleisten muss oder Dekarbonisierer. Genau. Also Versorgungssicherheit. Maßnahmen sind einfach nur zusätzliche Maßnahmen, die ich treffen muss. Genau. Und mit den dekarbonisierten Technologien oder CO2 Arm Technologien wollen wir natürlich auch ja bezahlbare Wärme Versorgung schaffen.

00:41:55: Dekarbonisierte Technologien bedeuten aber auch Investitionen, die wir tätigen müssen und genauso Versorgungssicherheit. Und wir versuchen das aber so effizient, auch preis effizient wie möglich zu gestalten, um eine bezahlbare Wärme auch für die Kunden und Kundinnen bereitstellen zu können. Vielen, vielen Dank. Wir kommen jetzt schon zum Abschluss. Ihr hattet jetzt noch die Möglichkeit, uns was mitzugeben, was euch total wichtig ist, was ich noch nicht angesprochen habe Was würdest du unseren zuhören oder?

00:42:32: Das ist ja auch ein Video Podcast. So sehr einen ja noch mit auf den Weg geben wollen.

00:42:42: Mit auf den Weg geben wollen.

00:42:46: Ja, wir sind alle dran. Bitte macht alle mit. Wir brauchen diese Transformation vom Energiesystem und es wird sich dadurch vieles verändern. Und wir sind jetzt alle in einer Zeit, in der sich ganz viel verändert und Veränderungen bringt auch immer eine Unsicherheit mit und eine Angst, dass irgendwas verloren geht oder so Und ich wünsche mir aber, dass wir alle zusammen durch diese Zeit der Veränderung gehen und glaube fest daran, dass das, was da am Ende steht, für uns alle die bessere Version ist, als bei dem zu bleiben, was wir haben.

00:43:20: Genau da kann ich eigentlich nur anknüpfen und hab mich gerade erinnert. Ich hatte letztens Studenten und Studentinnen, da und das war eine recht kleine Gruppe, die mir erzählt haben Ja, also in die Richtung erneuerbare Energien und so, das sind gar nicht mehr so viele Leute, die das bewirken. Also ich kann nur appellieren, das ist auf jeden Fall eine Branche, ein Weg, wo aber da ist ohne Ende.

00:43:50: Und wir Menschen brauchen die motiviert sind und den Mut haben, sich da zu engagieren. Das sind sehr, sehr viel Lust auf das Themenfeld heute gemacht. Also es hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank! Herzlichen Dank für die Einladung. Schon für die anderen. Dann sage ich Danke fürs Zuhören, weil Zukunftsorte Berlin Der Podcast Wir hören uns zur nächsten Folge dann wieder zum Thema testen und experimentieren und alle Links und Infos gibt es wie immer in den schon und Zukunftsorte Berlin.

00:44:21: Der Podcast mit Madeleine Dietrich und Steffen Tabell.

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